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Alle News| Graz setzt auf E-Mobilität | >> mehr... | Die Grazer Frühjahrsmesse steht diesmal ganz im Zeichen der „E-Mobilität": Bei der Sonderausstellung „e-mobility" können die BesucherInnen noch bis Sonntag Elektroautos und -fahrräder testen. Neueste E-Fahrzeuge, die bisher nur am Autosalon in Genf zu sehen waren und erst im Herbst auf den Markt kommen, sind ebenfalls dabei. Neu ist auch der neue Hybridbus der Stadt Bus, den man ebenfalls bereits besichtigen kann
Wie der Weg zu einer E-Stadt aussehen kann, welche Fahrzeuge bereits jetzt am Markt sind, was sich international tut im Bereich der Elektromobilität, was zu beachten sein wird... über diese und ähnliche Fragen wurde am Donnerstag im Tagungszentrum der Messe Graz mit internationale Experten diskutiert. Nach der Eröffnung durch Vizekanzler DI Josef Pröll, Landesrätin Mag.a Kristina Edlinger-Ploder und Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl wurde im Messezentrum rege diskutiert.
Am Nachmittag fasste Bürgermeister Mag. Siegfried Nag mit einigen der Referenten und Diskussionsteilnehmer die ersten Ergebnisse bei einer Pressekonferenz zusammen. Der größte Wunsch dazu: Graz soll E-Mobilität-Hauptstadt werden. Dazu sollen Partner, wie die GRAZ AG, die ESTAG, APCOA, Spar etc. ins Boot geholt werden. Das Stromtankstellennetz in Graz soll bereits bis Ende 2010 auf 50 Ladestationen rweitert werden, es soll E-Mobilität-Pakete für KundInnen der ESTAG und der GVB geben, in der Steiermark gebaute E-Fahrräder sollen zu günstigen Preisen angeboten werden usw. Mit dem großen Ziel, den Einstieg in die Elektromobilität so leicht und verlockend als nur möglich zu machen.
Bürgermeister Nagl: „Die Bevölkerung muss Umdenken lernen und auf die E-Fahrzeuge zugehen - in dieser Beziehung ist in unserer Region einiges in Bewegung geraten!"
| | (von nauschnegg am 03.05.2010) |
| Deutschland:10 Jahre EEG - Erneuerbare-Energien-Gesetz | >> mehr... |
 | | Auf dem Weg zu einer ökologischen und sozialen Energiewende
Zehn Jahre nach Beschluss des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 25. Februar 2000 wurde det bahnbrechenden Erfolg gewürdigt und eine Perspektive zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen Energiepolitik aufgezeigt.
Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Stromverbrauch konnte innerhalb der vergangenen 20 Jahre deutschlandweit mehr als vervierfacht werden und liegt nun bei 16 Prozent.
In Deutschland konnte sich durch positive Investitionsbedingungen eine leistungsfähige Industrie der Erneuerbaren Energien etablieren, die im Jahr 2008 im Inland Umsätze von rund 29 Milliarden Euro erzielte, wovon 13 Milliarden Euro an Investitionen in die Errichtung neuer Anlagen zurückflossen.
Das Exportvolumen wuchs zwischen 2000 und 2008 von 0,5 Milliarden auf zwölf Milliarden Euro. Im Jahr 2008 zählte die Branche fast 280.000 Beschäftigte. Bis zum Jahr 2020 sind bis zu 500.000 Beschäftigte möglich.
Zahlreiche Fördergesetze anderer Staaten orientieren sich am deutschen Vorbild. Heute dient das EEG 47 Staaten als Vorbild für ihr eigenes Einspeisevergütungssystem.
Einspeisevergütung ist keine Subvention
In seiner Bundestagsrede zum zehnjährigen Bestehen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ordnete Dr. Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR e.V. und Mitglied des Deutschen Bundestags, das EEG als marktwirtschaftliches Instrument zur Schaffung eines echten Energiemarkts ein. Es schaffe überhaupt erst "die Voraussetzungen, dass künftig tatsächlich von einem Energiemarkt geredet werden kann", sagte Scheer. "Markt heißt nicht: Wenige Anbieter oder gar nur einen Monopolisten mit Millionen Kunden, sondern Markt heißt: Möglichst viele Anbieter. Deswegen ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz mit all dem, was es bewirkt hat, ein Weg zur tatsächlichen Schaffung von Energiemarktbedingungen in der Gesellschaft."
Wenn es aus ökologischen und weiteren gesellschaftlichen Überlegungen politisches Ziel bleibe, auf Erneuerbare Energien umzusteigen, müsse ein Ausgleich gegenüber der hochkonzentrierten und hochprivilegierten herkömmlichen Energieversorgung geschaffen werden, sagte Scheer weiter. "Dann bedarf es zur Herstellung von Marktgleichheit einer gesonderten Privilegierung Erneuerbarer Energien."
Scheer, der einer der "Väter" des am 25. Februar 2000 vom deutschen Bundestag verabschiedeten EEG ist, widersprach der wiederholten Behauptung, die gesetzliche Einspeisevergütung sei eine "Subvention". Dieser vorwurfsvoll verwendete Begriff sei falsch, "denn die öffentlichen Kassen sind gar nicht involviert". Bei der garantierten Einspeisevergütung handele es sich um eine "Kaufpflicht" aller Stromkunden, die im zwingenden öffentlichen Interesse liege.
Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V. begrüßte die Klarstellungen des Bundes der Energieverbraucher und des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE) zur Entwicklung der Strompreise, die zu Unrecht dem stetigen Ausbau Erneuerbarer Energien angelastet werden. "Für den Ausbau Erneuerbarer Energien zahlen die Verbraucher insgesamt einen Betrag, der halb so hoch ist wie die Zusatzbelastungen, die die Stromwirtschaft den Verbrauchern ohne jeden Grund im Jahr 2009 mehr als im Jahr 2006 abverlangt hat", erklärte der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters. BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann sagte: "Die jüngsten Strompreiserhöhungen gehen weit über das hinaus, was durch die Erneuerbare Energien zu rechtfertigen wäre."
Quellen: SPD Bundestagsfraktion, Eurosolar
| | (von nauschnegg am 08.03.2010) |
| Ökostrom-Einspeisetarife nur ein erster Schritt in die richtige Richtung | >> mehr... | Die Nachbesserung bei den Einspeisetarifen wird die über drei Jahre andauernde Flaute beim Ökostromausbau beenden. "Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber kein Grund, in Jubelstimmung auszubrechen", sagt UWD-Präsident Gerhard Heilingbrunner. "Wer glaubt, nach einem Totalschaden den Wagen mit ein paar kosmetischen Korrekturen wieder flott zu bekommen, liegt falsch." Denn während die Flaute bei der Windenergie vorerst beendet sein dürfte, wird die Photovoltaik nach wie vor als Stiefkind behandelt. Der Topf für die Photovoltaikförderung von lediglich 2,1 Mio. Euro ist bereits ausgeschöpft noch bevor das Jahr so richtig begonnen hat.
Quelle: Umweltdachverband | | (von nauschnegg am 10.02.2010) |
| Weststeirer gewinnen Energie-Bundespreis | >> mehr... |
 | | Auszeichnung für ein Projekt der Firmen Nauschnegg, Ederer und Rosenberger.
1151 Projekte waren beim bundesweiten Ideenwettbewerb "Wirtschaft in der Region" eingereicht worden. Der Sieg ging nun bei der großen Abschlussgala im Wiener Messezentrum an ein Projekt aus der Steiermark: "SO SI WE Sonne und Sicherheit". Hinter diesem Namen stehen der Schwanberger Walter Ederer (Sicherheitssystemtechnik), Walter Nauschnegg aus Eibiswald (Elektro und Photovoltaik) sowie der Weizer Alois Rosenberger (Wärme- und Energiespartechnik). Das Trio will mit ihren Betrieben gesamtheitliche Lösungen aus Energie, Umwelt und Sicherheit anbieten. Kooperationen sollen forciert, Vorzeigeprojekte und Infoveranstaltungen umgesetzt werden.
Überreicht wurde der Preis von hochrangigen Personen aus der Wirtschaft wie Minister Reinhold Mitterlehner.
Quelle: KleineZeitung | | (von nauschnegg am 05.02.2010) |
| Solarstrom erreicht in Deutschland die 1%-Marke | >> mehr... |
 | | Ende 2008 betrug die in Deutschland installierte Leistung an Photovoltaik-Anlagen 5,4 Gigawatt. Der dadurch erzeugte Solarstrom lag bei rund 4,3 Milliarden Kilowattstunden, soviel wie im gesamten Bundesland Salzburg jährlich an Strom benötigt wird. Mit Ende 2009 liegt die installierte Leistung bei rund 8 Gigawatt. Die daraus erzeugte Strommenge beträgt dann rund 6,4 Milliarden Kilowattstunden und deckt damit in Deutschland einen Prozentpunkt am Bruttostromverbrauch von rund 615 Milliarden Kilowattstunden ab. Damit hat sich die Stromerzeugung durch Photovoltaik-Anlagen nicht nur einen Platz auf zahlreichen Dächern gesichert, sondern auch einen fixen Platz in der Statistik. Die jährlichen Wachstumsraten betragen seit 2006 über 60%, so dass bereits im Jahr 2020 der Anteil des Solarstroms an der Bruttostromerzeugung bei über 5% liegen wird. Rechnet man den 1%-Anteil auf den österreichischen Bruttostromverbrauch von 70,9 Milliarden Kilowattstunden um, dann läge der Anteil des Solarstroms in Österreich bei 9%. Technisch und wirtschaftlich möglich, denn die Steuereinnahmen durch die Photovoltaik-Industrie überwiegen die Förderung. Tatsächlich liegt der Anteil des Solarstroms aufgrund ungünstiger energiepolitischer Rahmenbedingungen in Österreich bei 0,05%.
Quelle: Oekonews | | (von nauschnegg am 01.12.2009) |
| Am Donnerstag wurden wir als Klimabündnis Betrieb ausgezeichnet | >> mehr... |
 | | Am 19. November wurden in Graz 17 steirische Betriebe und Institutionen als neue Klimabündnis-Mitglieder ausgezeichnet. Die Elektro-Firma von Walter Nauschnegg in Eibiswald wurde für ihre Bemühungen, Energie zu sparen und damit die Umwelt zu schützen, prämiert. "Wir versuchen, nachhaltig zu handeln", so Walter Nauschnegg. So habe man den Betrieb mit einer Hackschnitzelheizung und einer Photovoltaikanlage ausgestattet. "Außerdem wollen wir uns ein Elektro-Auto zulegen", erklärt Nauschnegg, der Vorträge zum Thema "Erneuerbare Energie" hält.
| | (von nauschnegg am 20.11.2009) |
| Erneuerbare Energien treiben Strompreis nicht | >> mehr... |
 | | Der aufgrund der Regelungen des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) wachsende Anteil von Strom aus Wind, Sonne, Wasser und Bioenergie führt auch in Zukunft nicht zu unkalkulierbaren Mehrkosten für private Haushalte und Industrie. Wer die von den Netzbetreibern am vergangenen Donnerstag veröffentlichte Prognose der EEG-Umlage für 2010 zum Anlass für eine neue Strompreisdiskussion gegen die Erneuerbaren Energien nutze, führe die Öffentlichkeit bewusst oder unbewusst in die Irre, erklärte die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) in Berlin. Den steigenden Kosten für die EEG-Umlage stünden in Wirklichkeit Entlastungseffekte in vergleichbarer Größenordnung gegenüber. „Wer die steigenden Belastungen beklagt und die Entlastungen verschweigt, sagt nur die halbe Wahrheit“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake.
Die rechnerische Steigerung der EEG-Umlage auf rund 2 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh) Strom setze sich aus mehreren Faktoren zusammen. Zwar wachsen die Vergütungen insgesamt wegen der erwünschten starken Zunahme von Strom aus Erneuerbaren Energien. Die prognostizierte erhebliche Steigerung der Umlage für 2010 (gegenüber 2008 und gegenüber den Erwartungen für 2009) ist aber zuallererst eine Folge des in der Wirtschaftskrise generell gesunkenen Börsenpreises von Strom. Damit wird auch dem EEG-Strom ein geringerer Wert zugemessen, mithin steigt die Differenz zwischen den gesetzlich festgelegten Vergütungszahlungen und den Vermarktungserlösen an der Börse. Hinzu kommt, dass die EEG-Umlage auf den in der Krise geringeren Stromabsatz aufgeteilt werden muss. Schließlich wird wegen des kürzlich veränderten Ausgleichsmechanismus dem Strom aus Erneuerbaren Energien insgesamt ein um 400 Millionen Euro geringerer Marktwert zugerechnet, was die rechnerische Umlage ebenfalls entsprechend erhöht.
Baake beklagte, dass in der öffentlichen Debatte zum wiederholten Mal „volkswirtschaftlich oder direkt beim Stromkunden Kosten senkende Effekte des Ausbaus der Erneuerbaren Energien in Milliardenhöhe unterschlagen werden“. So führe der wachsende Anteil Erneuerbarer Energien an der Strombörse insgesamt zu einer Senkung der Preise, weil die am teuersten produzierenden konventionellen Kraftwerke nicht mehr oder seltener hochgefahren werden müssen. Dieser so genannte „Merit-Order-Effekt“ belief sich nach wissenschaftlichen Untersuchungen 2006 auf etwa drei bis fünf Milliarden Euro, für 2007 und 2008 ergäben Schätzungen einen Preissenkungseffekt von drei bis etwas mehr als vier Milliarden Euro. Das allein entspricht etwa der Hälfte der für 2010 errechneten Mehrkosten durch Erneuerbare Energien von 8,2 Milliarden Euro. Auf 1,2 Milliarden Euro werde sich 2010 der Wert der durch Strom aus Erneuerbaren Energien eingesparten CO2-Zertifikate summieren. Steigen die derzeit sehr niedrigen Preise für die Verschmutzungsrechte, erhöhe sich dieser Entlastungseffekt entsprechend. Hinzu kämen heute für das Jahr 2010 noch nicht abschätzbare Nettoersparnisse, weil wegen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien weniger Energierohstoffe nach Deutschland importiert werden müssen. Für das Jahr 2008 wurden die Importersparnisse im Stromsektor auf 2,7 Milliarden geschätzt.
Der mit Abstand größte Nutzen des Einsatzes von Erneuerbaren Energien ergebe sich jedoch aus den wegen der CO2-Einsparung vermiedenen Schäden durch den Klimawandel. Diese liegen nach wissenschaftlichen Abschätzungen mit 70 Euro pro Tonne CO2 fünfmal höher als die Preise, die derzeit für CO2-Emissionszertifikate bezahlt werden müssen. Diese so genannten vermiedenen externen Kosten steigen im Jahr 2010 voraussichtlich auf rund sechs Milliarden Euro, wobei die Schäden durch andere Schadstoffe der konventionellen Stromerzeugung wie Schwermetalle, Stickoxide oder Feinstaub noch nicht berücksichtigt seien. „Bei einer ehrlichen Rechnung, die die Entlastungseffekte einbezieht, kommen wir eher auf eine dämpfende Wirkung der Erneuerbaren Energien als eine den Preis treibende“, sagte Baake.
Die Leiterin Klimaschutz und Energiewende der DUH, Cornelia Ziehm, forderte die Stromversorger auf, „die Mär von der Kostenexplosion durch Erneuerbare Energien nicht noch einmal aufzutischen“. Nachweislich seien es nicht die Erneuerbaren gewesen, die für die Preissteigerungen der vergangenen Jahre verantwortlich gewesen seien. „Bevor die Stromversorger nun eine neue Preisrunde einläuten und die Erneuerbaren Energien dafür verantwortlich machen, sollten sie erst einmal die in der Wirtschaftskrise gesunkenen Börsenpreise angemessen an ihre Kunden weitergeben“, forderte Ziehm. Sie wies darauf hin, dass die EEG-Umlage nach allen Prognosen nur noch wenige Jahre ansteige, weil insbesondere im Bereich der Fotovoltaik, große Kostensenkungen zu erwarten seien, während Strom aus fossilen Brennstoffen tendenziell teurer werde.
Darüber hinaus verfolge das EEG neben klima- und energiepolitischen, auch industrie- und arbeitsmarktpolitische Ziele. Ziehm wies auch darauf hin, dass gerade die stromintensive Industrie in Deutschland seit Jahren vom EEG profitiere. Ihr Anteil an der Umlage sei auf symbolische 0,05 Cent/kWh begrenzt, während sie gleichzeitig vom Strompreis senkenden Merit-Order-Effekt profitiere. Ziehm: „Was wir derzeit erleben, ist ein neuer Auftakt im Kampf der traditionellen Energiewirtschaft mit ihren Atom- und Kohlekraftwerken gegen den Ausbau der Erneuerbaren, die ihnen jedes Jahr ein Prozent Marktanteil abnehmen. Er ist die Begleitmusik zu den Plänen der zukünftigen Bundesregierung zum Ausstieg aus dem Atomausstieg.“
Quelle : Oekonews | | (von nauschnegg am 27.10.2009) |
| Steuereinnahmen aus Solarindustrie höher als Solarförderung | >> mehr... | Berlin ― Deutschlands Solarbranche ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Davon profitiert nicht nur das Klima, sondern auch der Staat. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) erzielte Deutschland allein 2008 Steuereinnahmen in Höhe von knapp drei Milliarden Euro aus der direkten und indirekten Besteuerung deutscher Solarstromunternehmen und ihrer rund 50.000 Beschäftigen. Die im selben Jahr über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gewährten Anschubinvestitionen beliefen sich hingegen auf rund zwei Milliarden Euro. Deutschlands Solarwirtschaft setzt sich damit gegen Vorwürfe aus der konventionellen Energiewirtschaft und ihr nahestehender Wirtschaftsinstitute und Politiker zur Wehr, die Markteinführung der Solarstromtechnologie (Photovoltaik) sei zu teuer und die Förderung müsse deshalb schneller reduziert werden.
Zu den Steuereinnahmen kommen weitere volkswirtschaftliche Effekte, die nach Einschätzung der Solarindustrie von Kritikern oft unberücksichtigt bleiben. So summiert sich nach Berechnungen des Ingenieurbüros für neue Energien der volkswirtschaftliche Nutzen durch vermiedene Importe von Gas, Kohle und Uran bis 2030 auf über 100 Milliarden Euro. Hinzu kommen in diesem Zeitraum vermiedene Klimaschadenskosten von rund 35 Milliarden Euro.
Quelle: BSW-Solar | | (von nauschnegg am 19.10.2009) |
| Größte Photovoltaik-Anlage der Steiermark in Betrieb | >> mehr... |
 | | Raaba/Graz - Die Farina Mühlen GmbH präsentierte in der Vorwoche an ihrem Standort Raaba bei Graz die größte Photovoltaik-Anlage der Steiermark. Farina ist damit die erste Mühle Österreichs, die Photovoltaik für ihre Produktion nutzt. Anlässlich der Inbetriebnahme wurde auch die neue Kommunikationslinie vorgestellt, die ganz im Zeichen der "Kraft der Sonne" steht.
Dir. DI Josef Dietrich, Geschäftsführer der Vonwiller Mühlengruppe, und Mag. (FH) Bernhard Gitl, Geschäftsführer der Farina Mühlen GmbH, überreichten Dr. Franz Fischler, Präsident des Ökosozialen Forums, die ersten Packungen Farina Mehl, die allein mittels Solarenergie paketiert wurden. Denn die Photovoltaik-Anlage produziert jährlich 40.000 kWh Strom - und damit exakt jene Menge, die für die Paketierung der 15.000 Tonnen Paketmehl benötigt wird. Farina ist Teil der Vonwiller Mühlengruppe, Österreichs größter Mühlengruppe.
Im Rahmen der Pressekonferenz betonte Dr. Fischler die Bedeutung nachwachsender Energieträger und unterstrich die Vorbildwirkung der Farina Mühlen GmbH: "Wenn wir die Klimawende schaffen wollen, müssen wir, wo immer wir können, den Energieeinsatz minimieren und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen maximieren. Das gelingt nur, wenn es genügend Vorbilder gibt. Farina zeigt mit der größten Photovoltaik-Anlage der Steiermark wie es geht."
Nachhaltigkeit durch Innovation: Jährliche Einsparung von 31 Tonnen CO2
Dank der Nutzung der Solarenergie werden nun jährlich über 31 Tonnen CO2 eingespart und damit jener Kohlenstoffdioxid-Ausstoß, der bei einer halben Million gefahrener PKW-Kilometer gemessen wird. Die Kollektoren wurden auf einer Fläche von 400 m² auf dem Getreidesilo der Mühle in Zusammenarbeit mit den E-Werken Gösting errichtet. Dabei wurde darauf geachtet, ausschließlich österreichische Hersteller zu berücksichtigen. Die Investitionssumme für die größte österreichische Fassadenaufbauanlage beläuft sich auf rund 200.000 Euro.
Dir. DI Josef Dietrich, Geschäftsführer der Vonwiller Mühlengruppe, erläutert die Unternehmensphilosophie: "Unser Ziel ist Nachhaltigkeit durch Innovation: Denn aufgrund unserer täglichen Arbeit, unserer Tradition, der Verankerung in Österreich und der Nähe zur Landwirtschaft fühlen wir uns der nachhaltigen Wirtschaftsweise verpflichtet. Unser wichtigstes Prinzip ist es daher, mit Ressourcen sparsam umzugehen und sie effizient zu nutzen. Wir haben uns in der Vonwiller Mühlengruppe zusätzlich das Ziel gesetzt, in fünf Jahren eine 20%ige Energieeinsparung zu erreichen und den Anteil an erneuerbaren Energien zu erhöhen."
Mag. (FH) Bernhard Gitl, Geschäftsführer der Farina Mühlen GmbH, erklärt die Entscheidung für den Einsatz von Solartechnologie: "Mit der Inbetriebnahme der Photovoltaik-Anlage setzen wir ein sichtbares Zeichen für Erneuerbare Energien und den Klimaschutz. Insbesondere als Lebensmittel verarbeitender Betrieb ist uns der Umgang mit wertvollen Rohstoffen seit jeher vertraut. Wesentliches Prinzip dabei ist die nachhaltige Wertschöpfung in der Region: Wir haben lokale Bauern, die das Getreide liefern, wir produzieren lokal und haben lokale Kunden, die unser Mehl konsumieren."
Die Farina Mühle in Raaba zählt zu den bedeutendsten Mühlen Österreichs, pro Jahr werden hier rund 60.000 Tonnen Getreide zu Haushaltsmehlen, Grieß und Polenta sowie Bäcker- und Industriemehlen verarbeitet und 15.000 Tonnen Paketmehl produziert. In der Steiermark und in Kärnten ist Farina - das Synonym für universelles Mehl mit besten Koch- und Backeigenschaften - Marktführer mit 35% bzw. 26% Marktanteil.
Markenrelaunch im Zeichen der Sonne
Farina setzt auch im Erscheinungsbild zukünftig auf "Die Kraft der Sonne". Das zentrale Element des neuen kommunikativen Auftritts bildet die Nutzung von Solarenergie für die Produktion von Farina Mehlen. Denn die Qualität von Farina Mahlprodukten kommt vom Anbau bis zur Produktion aus der Kraft der Sonne: Das Getreide stammt aus den sonnenreichsten Regionen Österreichs, anschließend wird auch für die Vermahlung und Verarbeitung von Farina Solarenergie genutzt und garantiert so eine möglichst umweltschonende Produktion. Neben einem rundum erneuerten Packungsdesign werden in der Steiermark und in Kärnten auch Plakate sowie Printanzeigen die Farina Haushaltsmehle aufmerksamkeitsstark ins Licht rücken.
Die Photovoltaik-Anlage der Farina Mühle auf einen Blick
Als erste Mühle Österreichs nutzt Farina Solarenergie für die Produktion. Die Photovoltaik-Anlage stellt darüber hinaus die größte Anlage der Steiermark und die größte Fassadenaufbauanlage Österreichs dar. Alle Komponenten des Baus stammen aus Österreich.
Kollektorfläche: 400 m²
Leistung: 50 kWp (Kilowatt-Peak)
Ertrag: 40.000 kWh pro Jahr (deckt zu 100% den Energiebedarf der gesamten Paketierung der Farina Mühle)
CO2 Einsparungspotenzial: 31 Tonnen pro Jahr (entspricht rund einer halben Million gefahrener PKW-Kilometer)
Investitionssumme: € 200.000,-
Quelle: Oekonews | | (von nauschnegg am 10.09.2009) |
| IRENA zieht immer mehr Staaten an | >> mehr... |
 | | Die Zahl der Staaten, die sich der neu gegründeten Weltorganisation International Renewable Energy Agency (IRENA) anschließen, wächst ständig
Nachdem am Mittwoch auch die Schweiz Mitglied geworden ist, haben 83 Staaten den Beitritt vollzogen. Die Zahl der in den Mitgliedsländern lebenden Menschen beträgt rund 2,8 Milliarden. Es ist damit zu rechnen, dass bis zur nächsten Versammlung aller IRENA-Mitgliedsländer Ende Juni in Sharm El Sheik (Ägypten) weitere Regierungen beitreten werden.
"Dieser Zulauf beweist, dass IRENA ein Magnet ist für alle, die erkannt haben, dass die Erneuerbaren Energien der Schlüssel zur Energieversorgung der Zukunft sind", sagte der Präsident der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien (EUROSOLAR e.V.), Hermann Scheer. "Die Zahl von bald drei Milliarden Menschen in den IRENA-Staaten ist schon beeindruckend. Eines nicht allzu fernen Tages, wenn die fossilen und atomaren Energien verbraucht und vollständig abgelöst sind, werden alle Menschen auf dieser Erde die Erneuerbaren Energien nutzen."
Die IRENA war am 26. Januar 2009 von zunächst 75 Ländern in Bonn gegründet worden. Darunter waren - neben den drei dazu einladenden Regierungen von Deutschland, Dänemark und Spanien - unter anderem Argentinien, Chile, Frankreich, Italien, alle skandinavischen Staaten, Nigeria, Österreich, Polen, Südkorea, die Türkei und die Vereinigen Arabischen Emirate. Seitdem kamen Indien, Kenia, Belarus (Weißrussland), die Dominikanische Republik, Libanon, Mauretanien, Guinea-Bissau und die Schweiz hinzu. Mit einer baldigen Mitgliedschaft der USA und Australiens wird gerechnet.
Ideengeber und treibende Kraft der weltweiten Erneuerbare-Energien-Agentur war der Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer, der als EUROSOLAR-Präsident 1990 dazu den Anstoß gegeben hatte. In der letzten Phase des Gründungsprozesses hatten sich die Bundesregierung sowie Dänemark und Spanien dafür eingesetzt. IRENA soll die Einführung und Nutzung Erneuerbarer Energien weltweit beschleunigen und koordinieren.
Quelle: Oekonews | | (von nauschnegg am 09.06.2009) |
| Erneuerbare Energien boomen weltweit | >> mehr... |
 | | Seit mehreren Jahren garantiert die Branche Wachstum und Krisensicherheit. Im Jahr 2008, war der Bereich der erneuerbaren Energien weit stabiler gegen die Kreditkrise gerüstet als viele anderen Bereiche. Es gab neue Investitionen in Höhe von 120 Milliarden Dollar, das ist ein Plus von 16 Prozent gegenüber 2007. Jedoch, am Ende des Jahres, waren Unsicherheiten durch die Auswirkungen der Krise bemerkbar. El-Ashry betont, dass jetzt keine Zeit bleibt, um sich zu entspannen. Die Politik habe die Aufgabe, einen globalen Ausbau der erneuerbaren Energien auch weiterhin voranzutreiben, denn es zeigen sich immer mehr die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile, und eine wirtschaftliche Erholung erfordere Energie-Märkte, die der Nachfrage, dem Klimawandel und der Energiesicherheit, gleichzeitig dienen.
Wie der Bericht zeigt, ist der Sektor der erneuerbaren Energien weltweit ein wesentlicher Weg zum Wachstum, für wirtschaftliche Erholung und die Schaffung von Arbeitsplätzen, ohne die Last der steigenden Kohlendioxidemissionen mittragen zu müssen.
Highlights :
Die bestehende Windkraftanlagen-Kapazität stieg im Jahr 2008 weltweit um 29 Prozent auf 121 GW, das ist mehr als doppelt so viel wie die Kapazität von 59 GW Ende des Jahres 2005.
China verdoppelte seine Windenergiekapazität bereits das fünfte Jahr in Folge, und zwar im Jahr 2008 auf 12 GW, das ist mehr als ursprünglich bis 2010 geplant war – das Ziel war anfangs 10 GW in zwei Jahren errichten zu können.
Netzgekoppelte Photovoltaikanlagen sind weiterhin die am schnellsten wachsende Technologie zur Erzeugung von Strom, und zwar mit einem Wachstum um 70 Prozent, mit einer Erhöhung der bestehenden Kapazität auf 13 GW.
Spanien wurde zum Photovoltaik-Marktführer, mit 2,6 GW Neuinstallation.
Solarthermie erlebte ein Rekordwachstum in Deutschland., 2008 wurden über 200.000 neue Systeme installiert.
Die Geothermische Leistung hat die bis 2010 prognostizierten 10 GW im Jahr 2008 übertroffen.
Im August 2008, erreichten mindestens 160 börsennotierte Unternehmen aus Bereichen der erneuerbaren Energien weltweit eine Marktkapitalisierung von mehr als $ 100 Millionen Euro.
Indien wurde im Jahr 2008 zu einem der größten Hersteller im Bereich Photovoltaik, mit neuen Investitionsmaßnahmen in Höhe von $ 18 Milliarden in Industrialisierungsprogramme dafür.
Australien will 45 Terawattstunden (TWh) Strom bis zum Jahr 2020 rein erneuerbar herstellen.
Brasiliens Energie-Plan sieht vor, bis 2030 den bestehenden Primärenergie-Anteil d aus erneuerbaren Energien vehement zu erhöhen (46 Prozent im Jahr 2007), und den Strom-Anteil (87 Prozent im Jahr 2007) ganz auf Erneuerbare Energien umstellen.
Indien hat sich das Ziel gesetzt, bis 2012 14 GW aus erneuerbaren Energien zu erzeugen.
Japan neue Ziele sind 14 GW aus Solarstrom bis zum Jahr 2020 und 53 GW bis 2030.
Die EU will eine 20-Prozent-Anteil von erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 zu erreichen.
Mindestens 64 Länder haben politische Maßnahmen zur Förderung der erneuerbaren Stromerzeugung gesetzt.
Einspeistarife wurden auf nationaler Ebene in mindestens fünf Ländern zum ersten Mal beschlossen - darunter in Kenia, den Philippinen, Polen, Südafrika und der Ukraine.
Mehrere hundert Städten und lokale Regierungen auf der ganzen Welt planen aktiv Programme für erneuerbaren Energien oder setzen Maßnahmen bereits um – gleichzeitig mit entsprechenden Rahmenbedingungen zur CO2-Minderung.
Quelle: oekonews | | (von nauschnegg am 27.05.2009) |
| Sonnenkraft bedeutet Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Preisstabilität | >> mehr... |
Umweltminister Niki Berlakovich kündigte an, diese Szenarien im Rahmen der "Energiestrategie Österreich" in Zusammenarbeit mit Experten genau zu prüfen. "Wir werden gemeinsam festlegen, welche weiteren Maßnahmen wir umsetzen können und wie es möglich sein wird, dieses Potenzial zu nutzen. Bereits zu Jahresanfang haben wir mit dem 100-Millionen-Euro Konjunkturpaket zur thermischen Sanierung einen ganz wichtigen Schritt gesetzt, um diese Entwicklung anzukurbeln und den Bau solarthermischer Anlagen zu fördern. Auch von der neuen Wohnbauförderung über die Bundesländer erwarte ich mir hier noch deutliche Auswirkungen", betonte der Minister, der nicht nur den Klimaschutz und die Versorgungssicherheit der ÖsterreicherInnen im Blick hat, sondern auch die Leistbarkeit von Energie für die Men-schen und Betriebe.
Denn mit Sonnenkraft kann Wärme und Strom erzeugt werden und sie trägt als erneuerbare Energie auch maßgeblich zur Preisstabilisierung bei. "Sonnenlicht als Energiequelle ist für die nächsten fünf Milliarden Jahre zu einem Preis von 0,0 Cent garantiert. Die jährliche Liefer-menge übersteigt 10.000-fach den Weltjahresbedarf. Technisch ist die Umwandlung von Licht in elektrischen Strom weitestgehend ausgereift. Die österreichische Photovoltaikwirtschaft wä-re in der Lage bis zum Jahr 2020 rund acht Prozent des heimischen Strombedarfes zu decken. Diese Technologie verfügt in Österreich über das zweithöchste Ausbaupotenzial nach der Wasserkraft", unterstrich Dr. Hans Kronberger, Präsident von Photovoltaic Austria.
Quelle: oekonews | | (von nauschnegg am 11.05.2009) |
| "Energiestrategie Österreich" - gehen wir´s an! | >> mehr... | Am Freitag wurde von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Niki Berlakovich der Weg zur "Energiestrategie Österreich" vorgestellt. Die "Energiestrategie Österreich" und deren Energieziele basieren auf den drei Säulen Versorgungssicherheit, Energieeffizienz und erneuerbare Energie. Nun soll ein konkreter Maßnahmen- und Zeitplan zur Erreichung der EU -Energieziele und zur Umsetzung der Richtlinie zur Nutzung erneuerbarer Energie, unter Einbindung von relevanten Stakeholdern, Unternehmen und NGOs erarbeitet werden. Es ist Zeit zu handeln. Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen ist in vielen Bereichen notwendig.
Allein Österreichs Windkraft könnte bis 2020 jährlich um rund 5 Milliarden Kilowattstunden zusätzlich erzeugen. Das entspricht einem ähnlichen Potenzial wie bei der Wasserkraft, so die IG Windkraft. "Die Strategie kann ein positiver Grundstein dafür sein, dass der seit drei Jahren stillstehende Ökostromausbau endlich wieder anspringt", freut sich Mag. Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft. "Die Bundesregierung muss aber unabhängig von der Erarbeitung der "Energiestrategie Österreich" in ihren laufenden Entscheidungen aktiv auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Nutzung erneuerbarer Energie drängen. Etwa beim laufenden Verfahren der Genehmigung der Ökostromnovelle 2008 durch die EU-Kommission muss jetzt von der Bundesregierung gehandelt werden und nicht erst nach Fertigstellung einer Energiestrategie", betont Hantsch.
"Die Energiestrategie Österreich darf kein Papiertiger werden!" meint die Kleinwasserkraft Österreich. Positiv vermerkt wird auch das Statement der Minister zur Korrektur der Statistik. Denn der Österreich vor Kurzem bescheinigte höhere Anteil an Erneuerbaren als die ursprünglich attestierten 23,3 Prozent wird nicht zu einem Zurückschrauben der Ambitionen bei der Strategieentwicklung führen.
Die Hälfte des heimischen Energieverbrauches wird für Heizen und Kühlen verwendet. "Es muss eine großflächige Umstellung von Heizungen auf erneuerbare Energie erfolgen, sonst ist das 34 Prozent Ziel nicht zu erreichen", ist Roger Hackstock, Geschäftsführer des Branchenverbandes Austria Solar, überzeugt. Auch die Industrie müsste ein Interesse daran haben, dass möglichst viele Haushalte auf Erneuerbare Energien im Wärmebereich umsteigen. Sie kann damit bei zukünftigen Energiekrisen ihre Versorgung mit Gas sicherstellen. Denn aktuell werden, für den Fall dass das Gas knapp wird, per Gesetz die Haushalte bei der Lieferung bevorzugt.
"Es ist höchste Zeit, mit dem Ausbau erneuerbarer Energien Fahrt aufzunehmen, sonst ist das 34 %-Ziel Österreichs bis 2020 gefährdet. Die Energiestrategie ist der richtige Schritt in Zeiten der Wirtschaftskrise und sinkender Versorgungssicherheit durch fossile Energieträger, wie die Gaskrise anfangs des Jahres in Erinnerung rief," so der Präsident des Österreichischen Biomasseverbandes, Dr. Heinz Kopetz.
Verbrauchssenkungen im Energiebereich, Versorgungssicherheit und der sinnvolle Ausbau erneuerbarer Energie sind zentrale Themen, denen sich alle energiepolitischen Akteure stellen müssen, meint man seitens der E-Control, eine umfassende Energiestrategie seid daher absolut notwendig. | | (von nauschnegg am 30.04.2009) |
| Zeitung: Immer mehr Strom in Österreich aus AKWs | >> mehr... |
 | | Sechs Prozent des österreichischen Strombedarfs werden von ausländischen Kernkraftwerken abgedeckt. Die Tendenz ist steigend, wie der "Kurier" in seiner Donnerstag-Ausgabe berichtet. Seit dem Jahr 2000 wird in Österreich generell mehr Strom verbraucht als erzeugt, rund elf Prozent des Endverbrauchs muss importiert werden.
"Es kann rechnerisch abgeschätzt werden, dass vom Stromimport etwa ein Drittel Atomstrom ist, entsprechend dem europäischen Erzeugungsmix", so Christian Schönbauer, Leiter Ökoenergie und Energieeffizienz in der E-Control gegenüber dem "Kurier".
Verbund-Tochter mit größtem Anteil
Den Spitzenplatz beim Atomstromanteil belegt die Verbund-Tochter Austrian Power Vertriebs GmbH (APC), die zu 100 Prozent UCTE-Mix, also rund ein Drittel Atomstrom, verkauft, hieß es zur Zeitung.
Verbund-Sprecherin Ines Schurin relativierte: "Die APC lieferte Strom nur an Industriekunden und ist mittlerweile in die Austrian Power Sales GmbH integriert." Die Industrie-Kunden könnten zudem wählen, ob sie reinen Wasserkraftstrom oder den UCTE-Mix beziehen wollen. "Unsere Privatkunden bekommen aber ausschließlich TÜV-zertifizierten Strom aus Wasserkraft", versichert Schurin.
Seit 2001 sind die heimischen Energielieferanten verpflichtet, auf ihren Rechnungen die Herkunft des Stroms auszuweisen. Es reicht also ein Blick, um festzustellen, ob der jeweilige Lieferant UCTE-Strom (und somit Atomstrom) verkauft.
| | (von nauschnegg am 01.04.2009) |
| Österreich - RAUS aus EURATOM | >> mehr... |
 | | Der WWF lehnt die Atomkraft als Energiequelle kategorisch ab. Die Nutzung der Atomkraft läuft der WWF-Mission und -Zukunftsvision, in der Mensch und Natur in Harmonie leben, völlig zuwider. Bereits der Abbau von Uran für die Atombrennstäbe hat nachhaltige Umweltzerstörungen zur Folge. Der Betrieb solcher Kraftwerke, der Transport von Brennstäben und Atommüll sowie die Terrorgefahr sind mit verantwortlicher Energiepolitik unvereinbar. Die Frage der Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle ist für den WWF unlösbar und wird in unverantwortlicher Weise den nächsten Generationen angelastet. "Die österreichische Bevölkerung hat sich bereits 1978 klar gegen die Atomkraft positioniert, daher darf Atomstrom nicht durch die Hintertür nach Österreich kommen. Die jetzige Forderung von vielen namhaften Organisationen - 'Österreich - RAUS aus Euratom - Raus aus der Europäischen Atomgemeinschaft!' - ist ein logischer weiterer Schritt und der WWF schließt sich dieser Forderung voll an", so Markus Niedermair, Klimaexperte von WWFÖsterreich.
Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich mit seinen rund 110.000 Förderern hatte sich bereits neben anderen Organisationen im Jahr 2008 für einen Ausstieg der ERSTE BANK aus der Finanzierung des slowakischen AKW Mochovce erfolgreich eingesetzt.
"Wir freuen uns, mit dem WWF den nächsten Unterstützer für die Kampagne 'Österreich - RAUS aus EURATOM' gewonnen zu haben. 78 Prozent der ÖsterreicherInnen wollen RAUS aus EURATOM! 81 Prozent derösterreichischen Bevölkerung haben kein Verständnis, dass mitösterreichischen Steuergeldern am Aufbau einer mächtigen europäischen Atomindustrie gearbeitet wird. Österreich muss aus dem EURATOM-Vertrag endlich aussteigen!", so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.
Quelle: raus aus Euratom & WWF | | (von nauschnegg am 19.02.2009) |
| Energiewende schafft bis zu 100.000 "grüne" Jobs | >> mehr... |
 | | Die aktuelle Krise in der Gasversorgung ist ein Vorgeschmack dessen, was auf Österreich innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre zukommen wird, wenn es 2009 nicht zu einer drastischenÄnderung der Energiepolitik Österreichs kommen wird - hin zu einer richtigen Energiewende. "Offensichtlich erfordert die aktuelle Krise eine doppelte Antwort: sofortiges Krisenmanagement mit dem Ziel, den Schaden aus den Lieferausfällen zu minimieren. Hier hat der neue Energieminister sehr schnell und klug agiert und zu Recht darauf hingewiesen, dass es in diesen Tagen nichts hilft, Effizienzmaßnahmen zu fordern. Denn solche haben nur langfristig eine Wirkung," so Dr. Heinz Kopetz, Präsident des Österreichischen und Europäischen Biomasse-Verbandes heute in Wien.
Der zweite Teil der Antwort betrifft die strategische Seite des Problems. Es zeigt sich deutlich, dass es unmöglich ist, in einer Krise kurzfristig die Versäumnisse und Fehlentscheidungen der Vergangenheit zu korrigieren. "Um zu verhindern, dass uns nicht in drei, fünf oder zehn Jahren eine noch viel fatalere Energiekrise trifft, müssen jetzt die richtigen Weichenstellungen für die Zukunft erfolgen. Erneuerbare statt fossiler Energieträger lautet die Antwort," so Kopetz weiter.
Quelle: oekonews | | (von nauschnegg am 15.01.2009) |
| Zwentendorf - | >> mehr... |
 | | Die Energieversorgung Niederösterreich (EVN) kündigt an, das Areal des nie in Betrieb gegangenen AKWs Zwentendorf für Ökostrom-Gewinnung nutzen zu wollen. „Wir werden ab 2009 den ersten Sonnenstrom aus Zwentendorf in Haushalte liefern", sagte Stefan Zach von der EVN am Montag dem STANDARD.
Nicht zufällig ist gerade jetzt von Plänen über eine Neunutzung des AKW-Geländes die Rede: Vorigen Mittwoch war es auf den Tag genau 30 Jahre her, dass sich 50,5 Prozent der Österreicher in einer Volksabstimmung gegen die Inbetriebnahme des Kraftwerks aussprachen und Atomstrom-Fürsprecher und „Sonnenkanzler" Bruno Kreisky (SPÖ) eine bittere politische Niederlage bescherten.
Die EVN ist Alleineigentümer des 24 Hektar großen AKW-Grundstücks. Bis zu 1000 Haushalte könnten mit Strom aus einer dort aufgebauten Solaranlage versorgt werden. Wie viele Fotovoltaik-Zellen zum Einsatz kommen könnten, wird derzeit noch geprüft. Rechtliche Hürden stünden jedenfalls keine mehr im Weg. Das Grundstück ist nach wie vor für die Nutzung als Kraftwerk zugelassen.
Quelle: Der Standard | | (von nauschnegg am 10.11.2008) |
| Alternativenergie-Lobby drängt auf Energiewende. | >> mehr... |
 | | Wien (APA). Obwohl der Ölpreis aufgrund der Finanzkrise leicht ins Wanken gekommen ist, bietet das derzeitige Preisniveau ein gefundenes Fressen für die Anbieter alternativer Treibstoffe. In den vergangenen fünf Jahren seien Österreichs Mehrausgaben für Energieimporte bei Gas, Öl, Kohle und Elektrizität von vier auf neun Mrd. Euro gestiegen, rechnete etwa Heinz Kopetz, Präsident des Österreichischen und Europäischen Biomasse-Verbands am Dienstag in Wien vor.
Seiner Ansicht nach führe die derzeitige Energiepolitik in eine Sackgasse: Die Abhängigkeit von Gas aus Russland und dem Nahen Osten steige, gleichzeitig schaffe es Österreich nicht, die Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll einzuhalten. Derzeit würden jährlich 22 Mio. Tonnen CO2 zu viel in die Luft geblasen. Würde man all das mit dem Zukauf von CO2-Zertifikaten abdecken, koste es Österreich bis 2012 zwei bis drei Mrd. Euro.
Energie-Wende als Lösung
Als Lösung für all diese Probleme drängte er gemeinsam mit Hans Kronberger, dem Präsidenten von Photovoltaik Austria, wieder einmal auf die Energiewende hin zu alternativen Energieträgern.
Neben einer Informationsoffensive für Bürger und Entscheidungsträger, solle das Hauptaugenmerk auf den Themen Energieeffizienz und Einsatz von erneuerbarer Energien liegen, fordern sie. Hier sollte ihrer Ansicht nach auch ein Großteil des Fördervolumens investiert werden.
Bis 2050, so der Wunsch der Branchenvertreter, solle der Anteil erneuerbarer Energien auf mindestens 50 Prozent des Energieverbrauchs erhöht werden. Die EU sieht eine Anhebung des Anteils auf 34 Prozent vor.
Den größten Erfolg verspricht man sich von der Forcierung der thermischen Altbausanierung. Bei den umstrittenen Biotreibstoffen solle man am Beimischungsziel von zehn Prozent festhalten.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.10.2008) | | (von nauschnegg am 13.10.2008) |
| Österreich steht bald ohne Solarstromförderung da | >> mehr... |
 | | Heuer gab es nur 15 Minuten lang Photovoltaik-Zuschüsse aus dem Klimafonds - Kärntner Nationalratskandidat Köchl fordert nun Einspeisegesetz nach Vorbild Deutschlands
Klagenfurt - Die letzten Tage flatterte tausenden Solarstrom-begeisterten Haushalten die Förder-Absage des Klimafonds ins Haus. "Österreich ist bald das einzige Land Europas ohne eine Solarstromförderung",warnt der Grüne Nationalratskandidat aus Kärnten, Matthias Köchl. Mit dem von Rot-Schwarz heuer geänderten "Ökostromgesetz" sollen kleine Photovoltaikanlagen bis 5kW Leistung nur mehr mit Direktzuschüssen aus dem Klimafonds gefördert werden. Anlagen über 5kW erhalten eine extrem unrentable Einspeisevergütung.
Das Problem dabei: Die Direktzuschüsse aus dem Klimafonds für das gesamte Jahr
2008 waren direkt nach Start der Solar-Förderaktion am 18. Juli 2008 nach 15
Minuten bereits ausgeschöpft. Typische Solarstromanlagen in Häuslbauer-Größe
von 3-5kW bekommen nun keine Einspeisevergütung und auch keinen Direktzuschuss.
"Diese unerträgliche Blockade von Photovoltaikanlagen muss dringend aus der Welt geschafft werden", so Köchl. Er tritt für 20 Jahre garantierte Einspeisetarife für Ökostrom ein, wie es in den meisten europäischen Ländern bereits der Fall ist. "Das schafft Investitionssicherheit", so Köchl. Er fordert auch die kurzfristige
Aufstockung der Solarstrom-Fördermittel aus dem Klimafonds.
Quelle: oekonews | | (von nauschnegg am 04.09.2008) |
| Tschechische Republik leitet UVP-Verfahren zu Temelin ein- weitere Reaktoren geplant | >> mehr... |
 | | Vorige Woche hat Tschechien auf Grundlage der Espoo-Konvention über grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfungen am Wochenende Österreich offiziell darüber informiert, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung über die Errichtung von zwei weiteren Reaktorblöcke am Standort Temelin eingeleitet werden soll.
Aufgrund möglicher grenzüberschreitender Auswirkungen eines solchen Projekt hat das österreeichische Umweltministerium den Verfahrensregeln entsprechend eine volle Teilnahme am UVP-Verfahren sowie an der ebenfalls vorgesehenen Öffentlichkeitsbeteiligung im Vorverfahren angemeldet. "Der Ausbau von Temelin ist umwelt- und energiepolitisch ein Fehler.Österreich wird im Verfahren alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen." meint der Umweltminister dazu.
Als geradezu lächerlich bezeichnet atomstopp_oberoesterreich die scheinheilige Protestaussendung von Umweltminister Pröll zum UVP-Verfahren der Reaktorblöcke Temelin 3 und 4. "Umweltminister Prölls Widerstand gegen grenznahe Atomanlagen ist völlig unglaubwürdig wenn seine ÖVP gleichzeitig zulässt, dassÖsterreich über den EURATOM-Vertrag die Förderung der europäischen Atomindustrie mit unseren Steuermitteln großzügigst unterstützt!" so atomstopp_oberoesterreich empört. "4o Millionen Euro waren das bereits im Jahr 2004, seither ist der Förderbetrag für die Atomlobby verdreifacht worden! Das steht in krassem Gegensatz zum Wunsch derÖsterreicherInnen: 71% der ÖsterreicherInnen wollen diese Zahlungen einstellen. Und etwa zwei Drittel wollen einen sofortigen Ausstieg aus dem EURATOM-Vertrag."
Einerseits gegen grenznahe Atomanlagen wettern und anderseits mit österreichischen Steuermitteln den atomaren Wahnsinn in Europa mitfinanzieren sei absurd, meint atomstopp_oberoesterreich. "Umweltminister Pröll muss schleunigst die Zahlungen an Euratom einstellen und alle Schritte für einen Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag einleiten. Rechtlich ist diese Möglichkeiten durch drei Gutachten abgesichert. Im Sinne einer glaubwürdigen Antiatompolitik ist dieser Schritt überfällig," so atomstopp_oberoesterreich.
SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr erklärt: "Atomkraft ist weder sicher noch nachhaltig, kein probates Mittel im Kampf gegen den Klimawandel und auch nicht zukunftsträchtig. Daher ist auch der in der EU seit einiger Zeit zu beobachtenden Renaissance der Kernenergie entschieden entgegenzutreten."
Die SPÖ-Umweltsprecherin ist dafür, Bündnispartner auf europäischer Ebene zu suchen. Bayr erklärt. die Mittel aus Euratom sollten nicht in den Bau neuer Reaktoren, sondern in die Sicherheit bestehender AKW und vor allem in den Umstieg auf Erneuerbare Energien investiert werden. Der Einsatz erneuerbarer Energieformen müsse - vor allem auch im Inland - generell weiter forciert werden, damit man auf einen Import von Atomstrom nicht mehr angewiesen ist. "Zentrales Anliegen muss aber weiterhin ein europaweiter Ausstieg aus der Atomenergie sein. Das hat oberste Priorität", so Bayr.
De Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig kritisiert, dies sie zu wenig, denn die UVP bietet keine rechtliche Möglichkeit das Projekt zu stoppen. Wenn sich Pröll jetzt allein auf diesen Weg stützen will, wie er das angekündigt hat, ist sein Widerstand gegen den Ausbau von vornherein zum Scheitern verurteilt.
"Seit einem Monat ist bekannt, das Tschechien Ernst machen will mit den Ausbauplänen. Pröll hätte hier längst auf höchster Ebene Protest einlegen müssen. Jetzt müssen zwischenstaatliche Konsultationen einberufen werden und eindeutig klarstellen, dass Österreich das viel zu schwache tschechische UVP-Verfahren in dieser Form nicht akzeptiert", so Glawischnig.
Die jetzigen Entwicklungen rund um das AKW Temelin sind auch das Ergebnis des "Totalversagens" der Anti-Atom-Politik der ÖVP, meint Glawischnig. Der Melker Vertrag ist gebrochen, Tschechien hält sich an keine Sicherheitsvereinbarungen. Schon zu Beginn der Verhandlungen um die Sicherheit des AKW Temelin vor acht Jahren hätte man sich nicht nur mit populistischen Ankündigungen begnügen dürfen, sondern eine enge Zusammenarbeit mit Tschechien suchen müssen, um eine gemeinsame Energiepolitik mit Alternativen zu Atom und Braunkohle auf die Beine zu bringen.
BZÖ-Oberösterreich-Chefin Ursula Haubner meint, bisher sei der österreichische Protest zwar lautstark, aber leider zahnlos, gewesen. Ein Antrag des BZÖ auf Einbringung einer Völkerrechtsklage gegen Temelin sei beispielsweise im Parlament von keiner einzigen Partei unterstützt worden, betont Haubner. "Angesichts von bisher rund 200 Störfällen in Temelin ist die Einbringung einer Völkerrechtsklage das Gebot der Stunde. Österreich muss sich endlich einig im Kampf gegen Temelin sein und endlich den Parteienzank hintanstellen", so Haubner.
Europaweite Allianz der Atomgegner gefordert
Die Umweltsprecherin der Grünen, Ruperta Lichtenecker, fordert die Bundesregierung auf, eine Initiative für eine europaweite Allianz der Atomgegner zu starten. "Bundeskanzler Gusenbauer und Bundesminister Pröll müssen endlich einen wirksamen Widerstand gegen die AKW-Ausbaupläne rund um Österreich vorantreiben", so Lichtenecker. Innerhalb Europas gibt es eine Mehrheit von Mitgliedstaaten, die entweder nie ein AKW errichtet haben oder Ausstiegsbeschlüsse in der Schublade haben. "Eine solche Allianz müssen Pröll und Co jetzt nutzen, um ein starkes Signal gegen die Ausbaupläne Tschechiens und der Slowakei zu setzen", so Lichtenecker. Ein erster Schritt dazu wäre ein Anti-Atomgipfel zur Abstimmung einer neuen Anti-Atomoffensive Österreichs innerhalb der EU, gegenüber den drohenden neuen Atomprojekten in Grenznähe - mit den hauptverantwortlichen Regierungsmitgliedern, den Bundesländern und den NGOs.
Alternativen zu Temelin
Tschechien hat übrigens ein weit ambitionierteres Gesetz zum Ausbau Erneuerbarer Energie als Österreich - vielleicht könnte Österreich in diesem Zusammenhang nachziehen und sich gemeinsam mit Tschechien für einen ambitionierten Ausbau in diesem Bereich einsetzen.
Wir stellen uns immer gern als Umweltmusterland dar- nun können wir handeln.
Quelle: oekonews
| | (von nauschnegg am 25.08.2008) |
| Bergbauer Franz holt 300.000 Kilowatt-Stunden vom Dach seiner Ställe. | >> mehr... |
 | | Klagenfurt. Die Energiekrise, ausgelöst durch horrende Erdölpreise, ist in aller Munde. Doch sie müsste nicht sein, wie der Kärntner Bergbauer Franz Dorner eindrücklich beweist. Mit großer Schaffenskraft und ungeheurem Mut zum Risiko hat er auf den Dächern seines Hühnerhofes im Kärntner Lavanttal Südösterreichs größte Photovoltaik-Anlage installiert. Er ist nicht nur autark, was die Stromversorgung seines Hofes betrifft, er kann sogar 200.000 kW/h jährlich ins öffentliche Stromnetz einspeisen.
Dorner ist ein Vorbild, was die Nutzung erneuerbarer Energie und die Einsparung schädlicher Emissionen betrifft. Trotzdem haben es ihm die Behörden nicht leicht gemacht. Obwohl der „Solarpark“ auf den Dächern seiner Hühnerställe entstanden ist, hat die Genehmigung für den Bau der Solaranlage fast zwei Jahre gedauert. Der Bergbauer hat ganz ohne öffentliche Förderung und auf eigenes Risiko bisher 1,16 Millionen Euro in die Photovoltaik-Anlage investiert. Für 170.000 Euro musste er eine 1,2 Kilometer lange, unterirdische Starkstrom-Leitung verlegen lassen, die seinen Hof mit dem öffentlichen Stromnetz verbindet. Denn Dorner produziert wesentlich mehr Strom, als er selber verbrauchen kann. 300.000 kw/h entstehen jährlich aus Sonnenkraft, rund 100.000 werden am Hof verbraucht. Der Landwirt hat nicht nur seinen Haushalt mit Elektrizität zu versorgen, sondern auch seine Hühnerställe. Im Jahr 1999 hat er seine Landwirtschaft auf Hühnermast umgestellt. Die Erzeugung von Strom mit Hilfe der Sonnenkraft sollte das zweite Standbein des landwirtschaftlichen Betriebes werden. Dieser Entschluss hätte den Unternehmer beinahe in den Ruin getrieben. Dorner muss für den Kredit, den er zur Finanzierung des „Solarparks“ aufgenommen hat, 11.000 Euro pro Monat an seine Bank zurückzahlen. Doch bis vor kurzem haben ihm die Kollektoren auf den Stalldächern nur 5,38 Cent pro Kilowattstunde eingebracht. Erst am 1.Juli heurigen Jahres haben sich die Begleitumstände verbessert. Statt bisher 5,38 zahlen die Energieversorger seither 60 Cent pro kW/h. Damit lässt sich wirtschaften. Die 220.000 Euro, die Dorner bisher wegen des niedrigen Einspeisungstarifs verloren hat, muss er allerdings auf die eigene Kappe nehmen.
Quelle: Die Presse | | (von nauschnegg am 18.08.2008) |
| Zurück zum Start ? – Photovoltaikförderung in Österreich | >> mehr... | Photovoltaik ist die Primadonna der Stromerzeugungstechniken. Ohne Lärm, ohne Abgase und bei intelligenter Anwendung auch ohne zusätzlichen Flächenverbrauch liefern PV Module Strom aus dem noch mindestens 4 Milliarden Jahre zur Verfügung stehenden Sonnenlicht. „Es rechnet sich nicht“ war und ist noch immer der große Einwand gegen PV. Tatsächlich sind die Kosten von Solarstrom noch wesentlich höher als z.B. bei Wasserkraft. Um nun diese Kosten zu senken, braucht es Entwicklung und einen Markt und als Anschub dazu vorübergehend auch gezielte Förderungen.
Der Anstoß für eine solche Photovoltaikinitiative kam aber keineswegs aus Energiewirtschaft und Politik sondern vielmehr von Umweltaktivisten und längerfristig denkenden Menschen. Ein erster Höhepunkt war dazu zwischen 1997 und 2000 die Sonnenscheinkampagne in Vorarlberg, wo sich zukunftsorientierte Menschen mit 1000 Schilling an Gemeinschaftsphotovoltaikanlagen ohne persönlichen Gewinn beteiligen konnten. Diese überaus erfolgreiche Aktion rief dann auch die Politik auf den Plan und es gab erstmals Investitionszuschüsse für Photovoltaikanlagen. Schon damals stand der Ruf nach kostendeckenden Einspeisetarifen an erster Stelle, es brauchte allerdings noch diese Nachdenkzeit mit den Investitionszuschüssen bis dann zuerst einzelne Bundesländer und mit dem ELWOG schließlich der Bund eine einheitliche Einspeiseregelung ab 1.1.2003 festlegte. Diese Regelung war offensichtlich so attraktiv, dass bereits 2 Wochen später der unselige Deckel von 15 MW bei der Photovoltaik erreicht wurde. Österreichische Firmen haben diese Anlagen längst gebaut und warten seither auf neue Möglichkeiten in Österreich, sofern sie sich mit Auslandsaufträgen dieses Warten überhaupt leisten können. Mittlerweile gibt es auch schon 2 Novellen zu dem Ökostromverhinderungsgesetz mit dem Ergebnis, dass die neu zur Verfügung stehenden Fördermittel nicht nur bei der Photovoltaik gar nicht mehr in Anspruch genommen werden, d.h. der Markt kann mit diesem Gesetz nichts anfangen. Angesichts der rasant steigenden Rohstoff- und Energiepreise wird auf diese Weise aber leider wertvolle Zeit vergeudet.
Seit 18.Juli 2008 gibt es nun eine neue Photovoltaik Förderungsaktion 2008. Innerhalb von 2 Tagen sind 2400 Anträge eingelangt, was zeigt, dass die Bevölkerung sensibilisiert ist und geradezu gierig auf eine Verbesserung der Situation wartet. Mit ein Grund für diesen Anmeldeboom wird auch die einfache Abwicklung über Internet sein im Gegensatz zum schon fast undurchschaubaren Genehmigungsdschungel laut Ökostromgesetz. Nachdem aber nur Geld für ca. 700 Anlagen zur Verfügung steht, zeichnet sich der nächste Frust bereits ab.
Damit komme ich zum Kern meiner Ausführungen und zu meiner Befürchtung, dass diese neueste Förderaktion wieder so ein Schnellschuss ohne nachhaltige Wirkung bleibt.
1. Investitionszuschüsse sind ein Rückfall ins „letzte“ Jahrhundert, sozusagen ein Zurück zum Start. Die Zukunft sind und bleiben kostendeckende Einspeisetarife und eine Finanzierung durch alle, die Strom verbrauchen. Viele Länder mit Deutschland an der Spitze praktizieren das sehr erfolgreich. Nur das kleine Österreich meint anscheinend, das wir das noch besser können. Die Ergebnisse schauen jedoch anders aus. So hat das 10 mal größere Deutschland mittlerweile 100 mal mehr Photovoltaikflächen aber sicher nicht mehr Sonne.
2. Ein Aktionszeitraum 18.Juli bis 31.12.2008 ist kontraproduktiv für eine kontinuierliche Entwicklung, das ist „Stop and Go“ Politik. Da muss jeder sofort ohne zu denken den Fuß in die Tür stellen, was 2400 Anmeldungen in 2 Tagen ja auch beweisen. Weiters stellt sich die Frage, ob nun die PV-Firmen alle Aufträge im Ausland auf 2009 verschieben, damit sie den so kurzfristigen Inlandsbedarf befriedigen können. Dieser Zeitdruck treibt die Preise eher in Höhe statt das erwünschte Gegenteil zu erreichen.
3. 2800 Euro/kWp Förderung ohne Einspeisevergütung nach dem Ökostromgesetz ermöglichen auf 20 Jahre gerechnet keinen wirtschaftlichen Betrieb. Das haben verschiedene Bundesländer gleich erkannt und diese Förderung noch etwas aufgestockt. Am besten schaut die Rechnung noch für jene aus, die möglichst 100% ihrer Stromproduktion selbst verbrauchen und damit ihre Stromrechnung reduzieren. Ich kann nur hoffen, dass dann die Leute nicht anfangen, Boiler mit PV-Strom aufzuheizen.
4. Für eine allfällige Einspeisung werden laut Homepage Energieinstitut Vorarlberg 8 cent/kWh vergütet. Dieser Tarif ist weniger als der aktuelle europäische Marktpreis und eigentlich gelinde gesagt eine Zumutung. Falls dafür noch ein eigener Zähler mit entsprechender Miete verlangt wird, kann man diese Einspeisung sowieso vergessen.
Grundsätzlich würden mit dieser neuen Aktion und ihren 8 Mio Fördermittel ca. 2,5 MW neue Photovoltaikleistung und damit fast 10% Steigerung der heute installierten Leistung ermöglicht. Das schaut auf den ersten Blick sehr gut aus. Dass das aber innerhalb eines halben Jahres umgesetzt werden kann ist für mich nicht realistisch und einfach zu wenig durchdacht. Wir brauchen dringend eine Regelung, die eine kontinuierliche Entwicklung ermöglicht.
„Die Energiepolitik in Österreich zeichnet sich dadurch aus, dass es sie nicht gibt“, hat irgend ein Energieexperte vor einiger Zeit gesagt. Wie lange müssen wir noch warten, bis sich dieser unverantwortliche Zustand ändert?
Eine Ansichtssache von Albert Rinderer (Solalbert)
| | (von nauschnegg am 05.08.2008) |
| Förderaktion Photovoltaik: Start 18. Juli 2008, 9 Uhr | >> mehr... |
 | | Die "Förderaktion Photovoltaik" wurde mit einem Fördervolumen von 8 Millionen Euro beschlossen. Bis zu 3.500,- EUR pro kWp
Der Klima- und Energiefonds der österreichischen Bundesregierung gewährt privaten Antragstellern im Rahmen der "Förderaktion Photovoltaik" pauschale Zuschüsse bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen. Gefördert werden netzgekoppelte Anlagen mit einer Leistung von < 5 kW. Der Zuschuss beträgt EUR 2.800,- für Anlagen die nicht in die Gebäudehülle integriert sind und EUR 3.500,- für Gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen.
Start für Einreichungen 18. Juli 2008, 9 Uhr
Für nähere Informationen stehen wir gerne zur verfügung.
| | (von nauschnegg am 14.07.2008) |
| Ökostromgesetz: "Für die PV zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel" | >> mehr... | Als "zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel", bezeichnet der Obmann der "Photovoltaic Austria" (PVA), den Entwurf für die Ökostromgesetznovelle, der heute vom Wirtschaftsausschuss im Parlament verabschiedet wird. Zwar sei lobend erwähnt, dass der Bremsklotz einer administrativ kaum bewältigbaren Kofinanzierung durch die Bundesländer, gegenüber der Ursprungsfassung bereinigt worden ist, aber die jährliche Gesamtsumme von 2,1 Millionen Euro für Anlagen über 5 kWp, sei nicht einmal das "Schwarze unter dem Fingernagel", meint Kronberger. "Die Photovoltaik hat eine enorme Zukunft in der Stromversorgung der Zukunft, das haben bereits 46 Staaten der Erde erkannt und entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen. Österreich hat zwar eine beachtenswerte Industrie, aber keinen Heimmarkt", bemängelt Hans Kronberger. Es sei zu Bedenken, dass in Zeiten der rasanten Rohstoffverknappung, die Photovoltaik sowohl eine Rohstoff-, als auch eine Preisgarantie über die nächsten fünf Milliarden Jahre abgeben könne. Eine Studie im Auftrag des BMVIT hat ergeben, dass Österreich nur in der reinen Gebäudeintegration bis 2050 20 Terawattstunden Strom liefern könnte, das ist fast ein Drittel des derzeitigen Verbrauches.
Da Anlagen unter 5 kWp aus dem Gesetz ausgeklammert und aus dem Topf des Klimafonds gespeist werden sollen, appelliert Hans Kronberger dringendst an die beiden Topfverwalter Andres Wabl und Minister Josef Pröll als Minimalvariante zumindest das angekündigte 10 000 Dächerprogramm zu verwirklichen. Jedes Dach weniger wäre ein Affront gegen die interessierten Bürger, die Anteil nehmen wollen an der Gestaltung der Energiezukunft. Kronberger: "Beim PVA laufen täglich die Telefone heiß mit Anfragen, wann endlich mit einer klaren Regelung zu rechnen sein wird!" | | (von nauschnegg am 17.06.2008) |
| Ökostromnovelle | >> mehr... | Seit 2006 gibt es im Jahrestakt Ökostromnovellen. Die kosmetischen Korrekturen, die jedes Mal vorgenommen werden, können aber nicht über die grundsätzlich falsche Ausrichtung des Gesetzes hinwegtäuschen: „Die Experten der Branche bringen laufend konstruktive Vorschläge für eine Neuorientierung der österreichischen Strompolitik ein. Praktisch nichts davon ist im Gesetz umgesetzt worden – kein Wunder, dass das Ökostromgesetz an der Praxis vorbei geht und die Branche zu einem Stillstand kommt“, so DI Martina Prechtl, Geschäftsführerin von Kleinwasserkraft Österreich.
Die Konsequenzen aus dieser „Hinhaltetaktik“ sind folgenschwer und teuer: „Der Marktpreis für Strom folgt dem Erdgaspreis; So ist in einem Jahr der Marktpreis für Strom um 45% gestiegen, das sind zwei Cent pro kWh. Für die österreichischen Konsumenten bedeutet das eine Mehrbelastung von einer Milliarde Euro pro Jahr“, warnt Dr. Heinz Kopetz, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes. „Statt dieser Preisentwicklung Rechnung zu tragen und Österreich durch ein Stromspargesetz und verstärkten Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung von Erdgas unabhängiger zu machen, werden im Rahmen des Ökostromgesetzes weiter fossile KWK-Anlagen subventioniert, die insgesamt vier bis fünf Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. Mit dem absehbaren Ergebnis, dass die Stromrechnungen der Österreicherinnen und Österreicher auch in den nächsten Jahren um Milliarden Euro steigen werden. Im Vergleich dazu wird in kurzsichtiger Weise heute beim Ökostrom die Stopptafel aufgestellt, in der falschen Meinung, man könne sich dadurch ein paar Millionen ersparen.“ | | (von nauschnegg am 05.05.2008) |
| Der Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle ist bis 2020 im Strombereich möglich | >> mehr... | Wien - Der Ölpreis bewegt sich seit geraumer Zeit um die 100 Dollar für das Barrel. Auswege und Alternativen zu den fossilen Energieträgern werden allerorten gesucht. Die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) hat sich im Auftrag der Grünen Bildungswerkstatt in einer Studie die Möglichkeiten eines Ausstiegs aus der der fossilen Energieversorgung angeschaut, die am Freitag bei einer öffentlichen Sitzung des Grünen Klubs in Wien, vorgestellt wurde. Zentrale Botschaft dabei: "Der Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle ist bis 2020 im Strom- und bis 2030 im Raumwärmebereich möglich."
Eines ist laut ÖGUT-Geschäftsführer Herbert Greisberger aber klar, an einer massiven Erhöhung der Energieeffizienz bei optimaler Nutzung aller technischen Möglichkeiten führt kein Weg vorbei. Um nämlich eine 100-prozentige Deckung des Strombedarfs durch erneuerbare Energieträger bis 2020 zu erreichen, müsse die Stromnachfrage im beobachteten Zeitraum um vier Prozent gesenkt werden. Da haben wir ein moderates Szenario angenommen. Bei der Raumwärme seien es bis 2030 gar 36 Prozent. "Bei den derzeitigen Zuwachsraten wäre es im Zeitraum (2005 - 2020/2030) dagegen aber 40 Prozent gewesen", so Greisberger.
Der Grüne Bundessprecher Alexander van der Bellen gestand zu, dass es sehr ambitionierte Ziele seien, aber "nichts tun ist das Teuerste überhaupt". Die Erhebung soll eine Diskussionsgrundlage sein: "Wir wollen darüber mit der Regierung und der Wirtschaft reden." Ähnlich Greisberger: "Wir sehen das als Diskussions-Input, denn es gibt eine "Nicht-Option', nämlich die Fortführung der derzeitigen Energiepolitik."
Bericht: Standart
| | (von nauschnegg am 25.04.2008) |
| Österreichs Ökostromgesetz bremst Erneuerbare Energien | >> mehr... |
"Wird das Ökostromgesetz so beschlossen, wie es derzeit im Entwurf vorliegt, wird sich Österreichs Energieversorgung deutlich in Richtung fossile Energieträger verschieben. Der vorliegende Entwurf entlarvt damit alle politischen Bekenntnisse der Bundesregierung zum Klimaschutz als Sonntagsreden", so Mag. Franz Maier, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes. Nach genauer Prüfung des Entwurfs durch den Umweltdachverband und andere NGOs fällt das Ergebnis enttäuschend aus.
Beispielsweise wurde die Tariflaufzeit nicht verlängert, stattdessen wird dem Wirtschaftsminister eine Verordnungsermächtigung eingeräumt, mit der er die Laufzeit nach eigenem Ermessen auf bis zu 13 bzw. 15 Jahre verlängern kann. Damit ist eine längere Tariflaufzeit gesetzlich nicht verankert und damit unsicher.
Insbesondere der Abschnitt für Photovoltaikanlagen ist nicht zufrieden stellend. Der Anteil für PV wurde im vorliegenden Entwurf von 10% auf 12% erhöht. Das bedeutet ein Fördervolumen von 2,52 Mio. Euro für Photovoltaik. Damit ist nicht einmal die österreichische Photovoltaik-Roadmap finanziell gesichert. Die Begrenzung der PV ist auf 16 MW beschränkt. Damit ist es unmöglich, an die dynamische Entwicklung in anderen EU-Mitgliedsstaaten anzuschließen. Weiters ist ein Anerkennungsbescheid für PV-Anlagen als Ökostromanlagen immer noch eine Voraussetzung für die Gewährung einer Förderung.
Der Umweltdachverband und seine Mitgliedsorganisationen kritisieren insbesondere, dass im neuen Ökostromgesetz noch immer eine Förderung fossiler Stromerzeugung enthalten ist. Anstatt voll auf die Sonne als wichtigste erneuerbare Energiequelle zu setzen, soll damit der Ausbau der Photovoltaik durch eine Kürzung der Einspeisetarife offenbar gebremst werden.
Bestimmungen des Ökostromgesetzes 2006, welche zu Unsicherheiten bei der Planung und Investition von Ökostromanlagen geführt haben, wurden nicht umgestaltet. Eine Überarbeitung des vorliegenden Gesetzesentwurfs ist daher dringend notwendig
| | (von nauschnegg am 18.03.2008) |
| Ökostromgesetz aus dem Tiefschlaf wecken | >> mehr... | "Weltweit, von Deutschland bis China boomt die saubere Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom, nur in Österreich bremsen Bundesregierung und Parlament eine kontinuierliche Entwicklung", beklagt der Präsident der Photovoltaik Austria Ing. Bernd Rumplmayr. Tatsächlich gehen aufgrund des im künstlichen Tiefschlaf gehaltenen Ökostromgesetzes weit über 90 Prozent der österreichischen Produktion ins Ausland. Rumplmayr: "Es ist nicht einzusehen, dass die ganze Welt - vor allem auch bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Energiesicherung - den Wert dieser Technik erkennt und in Österreich nicht einmal die Mindestanforderung an Rahmenbedingungen für eine Photovoltaikstruktur zustande gebracht wird!" Laut Kurier hat EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso am Arlberg seinem Gastgeber, den österreichischen Bundeskanzler, Alfred Gusenbauer erklärt, dass Klimaschutz und Energiesicherheit die wesentlichen Aufgaben der EU seien. Rumpelmayr: "Wir hoffen, dass diese Worte auch bei den österreichischen Politikern ankommen". Das Verstecken hinter dem Verfassungsgesetz in der Frage der Kofinanzierung durch die Länder sei dringlichst zu beenden, fordert der PVA-Präsident.
Darüber, wie ein wirksames Ökostromgesetz aussehen soll, ist sich die gesamte Photovoltaik-Branche einig. Es soll im Wesentlichen dem erfolgreichen und dynamischen deutschen Ökostromgesetz angepasst sein, das bereits weltweit von über 40 Ländern übernommen worden ist, und mit einem österreichischen Feinschliff versehen werden.
| | (von nauschnegg am 10.03.2008) |
| Photovoltaikförderung Steiermark – Das 54 Sekunden Programm | >> mehr... | Die ganze Welt spricht von Klimawandel, Klimaschutz und einer zukunftsfähigen Energiepolitik, die durch die Nutzung erneuerbarer Energieträger mehr Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit bringen soll. Manche Länder nehmen dieses Thema ernst und Handeln. In der „Grünen“ Steiermark bleibt es aber bei politischen Sonntagsreden.
Die jüngste Photovoltaik-Fördermaßnahme im Rahmen des Ökostromgesetzes dauerte genau 54 Sekunden. Dann war der Fördertopf leer und die Maßnahme beendet. So sieht also bei uns Energiepolitik und Klimaschutz aus. Als steirischer Elektrotechnikbetrieb schäme ich mich für unsere Landespolitik und protestiere aufs Schärfste. Wenn die politisch Verantwortlichen nicht bereit sind eine nachhaltige Energiepolitik zu machen, dann sollen sie aufhören darüber zu reden. Besser wäre es jedoch zuerst zu handeln und dann zu verkünden.
| | (von nauschnegg am 28.02.2008) |
| Ökostrom dämpft Strompreisentwicklung | >> mehr... | Die neuerliche jährliche Kontingentierung von Ökostrom in Österreich, die heute von Bundesminister Bartenstein mit 21 Mio. Euro beziffert wurde, wirkt sich äußerst negativ auf die künftige Strompreisentwicklung aus. Denn es sind im Besonderen die Preissteigerungen fossiler Energieträger die in den letzten Jahren zu massiven Strompreiserhöhungen geführt haben. Diese Erhöhungen sind auf die enorme Nachfrage nach Energie, mangelnden Wettbewerb, Spekulationen an den Börsen, Krisen in den Ölförderländern und auf überdimensionale Gewinne der Energiekonzerne zurückzuführen.
„Nur mit heimischem Ökostrom können wir die künftige Preisentwicklung positiv gestalten und dem Energiepreisdiktat von außen entkommen“, betont Photovoltaic Austria Geschäftsführer Gerhard Fallent.
Strom aus Ökostromanlagen ist bereits heute über die gesamte Laufzeit der Anlage kalkulierbar und konstant. Im Bereich der Photovoltaik bedeutet dies Planungssicherheit und konstante Strompreise über viele Jahrzehnte. „Da die Preise von fossilen Energieträgern weiter stark steigen werden, dämpfen Ökostromanlagen die Energiepreise der kommenden Jahre“, bemerkt Fallent.
„Es wäre daher wirtschafts- und energiepolitisch sehr klug auf diese Kontingentierung von 21 Mio. Euro jährlich zu verzichten und einen möglichst raschen Ausbau des heimischen Ökostroms zu unterstützen“, gibt Fallent abschließend zu bedenken.
| | (von nauschnegg am 06.02.2008) |
| Ökostromgesetz – Österreich wird fossiler | >> mehr... | Die Produktion von Ökostrom wird aufgrund des veröffentlichten Begutachtungsentwurfes zum neuen Ökostromgesetz sowie des Entwurfes zur Ökostromverordnung auf Basis des bestehenden Gesetzes in Zukunft nur unter äußerst schlechten Bedingungen und wenn überhaupt nur sehr eingeschränkt möglich sein.
Mit den 21 Millionen Euro pro Jahr wird es im besten Fall gelingen ein Drittel des prognostizierten jährlichen Stromverbrauchszuwachses mit Ökostrom zu decken. Zur Deckung der verbleibenden zwei Drittel ist damit der Bau neuer Gaskraftwerke die logische Konsequenz.
„Somit macht diese Novelle zum Ökostromgesetz dieses tatsächlich immer mehr zu einem Fossilstromgesetz“, gibt Photovoltaic Austria Präsident Bernd Rumplmayr zu bedenken. Und weiter: „Erschwerend ist, dass in diesen Entwürfen nicht wie angekündigt Barrieren abgebaut wurden, sondern weitere dazu gekommen sind“. Denn in der Tat ist es so, dass die ohnedies auf die kurzen Förderzeiträume zu niedrigen Tarife weiter massiv gesenkt wurden und bei Photovoltaik die Kofinanzierungspflicht der Länder und der Anerkennungsbescheid als Ökostromanlage nicht gestrichen wurden.
Es wird auch weiterhin praktisch nicht möglich sein Anlagen gewerblich zu betreiben, weil diese steuerrechtlich unter Liebhaberei fallen. Auch werden künftig keine größeren Anlagen mit geringeren spezifischen Kosten errichtet werden können. Einzelne Bundesländer werden sich möglicherweise wieder nicht an der Kofinanzierung beteiligen und damit verhindern, dass Interessenten aus diesen Ländern das Ökostromgesetz in Anspruch nehmen können.
Somit ist zu erwarten, dass wieder die ohnedies geringen Fördermittel nicht abgeholt werden können.
Die Erreichung der österreichischen und europäischen Klimaschutzziele ist damit in weite Ferne gerückt. Bernd Rumplmayr kritisiert: „Mit diesem Entwurf kann auch die wenig ambitionierte (Originaltext) österreichische Photovoltaik Roadmap des BMVIT nicht erfüllt werden.“
Bernd Rumplmayr abschließend: „Angesichts des dramatischen Appells des UNO-Generalsekretärs sowie des IPCC verliert Österreich weiter international an Reputation und reiht sich in die Gruppe der Ökostrom-Verhinderer ein.“
| | (von nauschnegg am 06.12.2007) |
| Kontingentierung des jährlichen Fördervolumens für Ökostrom verhindert eine langfristig günstige Strompreisentwicklung | >> mehr... | Die neuerliche jährliche Kontingentierung von Ökostrom in Österreich, die heute von Bundesminister Bartenstein mit 21 Mio. Euro beziffert wurde, wirkt sich äußerst negativ auf die künftige Strompreisentwicklung aus. Denn es sind im Besonderen die Preissteigerungen fossiler Energieträger die in den letzten Jahren zu massiven Strompreiserhöhungen geführt haben. Diese Erhöhungen sind auf die enorme Nachfrage nach Energie, mangelnden Wettbewerb, Spekulationen an den Börsen, Krisen in den Ölförderländern und auf überdimensionale Gewinne der Energiekonzerne zurückzuführen.
„Nur mit heimischem Ökostrom können wir die künftige Preisentwicklung positiv gestalten und dem Energiepreisdiktat von außen entkommen“, betont Photovoltaic Austria Geschäftsführer Gerhard Fallent.
Strom aus Ökostromanlagen ist bereits heute über die gesamte Laufzeit der Anlage kalkulierbar und konstant. Im Bereich der Photovoltaik bedeutet dies Planungssicherheit und konstante Strompreise über viele Jahrzehnte. „Da die Preise von fossilen Energieträgern weiter stark steigen werden, dämpfen Ökostromanlagen die Energiepreise der kommenden Jahre“, bemerkt Fallent.
„Es wäre daher wirtschafts- und energiepolitisch sehr klug auf diese Kontingentierung von 21 Mio. Euro jährlich zu verzichten und einen möglichst raschen Ausbau des heimischen Ökostroms zu unterstützen“, gibt Fallent abschließend zu bedenken.
| | (von nauschnegg am 19.11.2007) |
| Qualitätsprodukte der heimischen PV-Industrie bewegen die Welt. | >> mehr... | Die Qualitätsprodukte der heimischen PV-Branche werden weltweit nachgefragt. Zu den drei Musketieren gehören heute unsere Mitglieder Fronius, Isovolta und Solon Hilber. Photovoltaic Austria Geschäftsführer Gerhard Fallent „Wir freuen uns darüber sehr, denn diese Betriebe bewegen die Welt. Bewegen sie aber auch Österreich?“, gibt Fallent zu bedenken. Denn es ist im Besonderen die Industriellenvereinigung gegen den verstärkten Ausbau von Ökostrom in Österreich. Sie haben sich der Argumentation von E-Control Chef Boltz angeschlossen, der in diesem Zusammenhang von Wohlstandsentzug und der Vernichtung von Arbeitsplätzen spricht.
Unsere drei heimischen Musketiere beweisen jedoch das Gegenteil.
Fronius gehört zu den weltgrößten Wechselrichterherstellern. Auf ihrem neuen Werk in Sattledt befindet sich die derzeit größte PV-Anlage Österreichs.
Isovolta produziert die rückseitige Einkapselungsfolie für Photovoltaikmodule und ist mit beinahe 50 Prozent Marktanteil - das sind Folien für 1400 MW Anlagenleistung - Weltmarktführer. Das im November 2005 eröffnete Werk in Graz-Lebring reicht nicht mehr aus um die Bestellungen für die nächsten Jahre aufgrund eines anhaltenden Wachstums von jährlich mehr als 40 Prozent zu decken. Massive Investitionen in eine Ausweitung der Produktion als klares Commitment von Isovolta zum Wachstum der Solarindustrie sind die Folge.
Solon Hilber in Steinach am Brenner ist der weltweit größte Produzent von nachgeführten Solarstromkraftwerken. Das Unternehmen hat zurzeit 190 Mitarbeiter, die in 2 bis 3 Schichten Solarstromkraftwerke industriell fertigen. Die bereits installierten Solon-Mover reduzieren pro Jahr die CO2 Emissionen um 50.000 Tonnen. Solon Hilber rangiert auf Platz 16 unter den Top 25 Industriebetrieben in Tirol und Südtirol.
„Leider beträgt die Exportquote bei diesen drei Musketieren bis zu 100 Prozent“, gibt Fallent zu bedenken. Eine rasche und ambitionierte Verbesserung der österreichischen Rahmenbedingungen zum Aufbau eines gesunden Heimmarktes ist erforderlich um auch in Zukunft Exportmärkte optimal bedienen zu können, sich weitere Musketiere für Österreich entscheiden und bestehende Standorte erhalten bleiben. Fallent abschließend: „Exporterfolg braucht einen gesunden Heimmarkt
| | (von nauschnegg am 17.10.2007) |
| E-Control Chef Boltz schadet Österreich massiv | >> mehr... | Die Ergebnisse der Evaluierung des Ökostromgesetzes und die Erklärungen von E-Control Chef Boltz im Rahmen der beiden Enqueten zum Ökostromgesetz sowie in den Medien schaden Österreich massiv. Boltz sprach davon, dass es durch den Einsatz von erneuerbarer Energie zu einem Wohlstandsentzug bei der österreichischen Bevölkerung komme, das Ökostrompotential praktisch ausgeschöpft ist, Photovoltaik in Österreich kein Potential hat, es durch erneuerbare Energietechnologien zu negativen Beschäftigungseffekten kommt und deutsche Wissenschaftler, die wesentlich bei der Evaluierung des deutschen EEG´s mitgearbeitet haben, unseriöse Aussagen treffen. Weiters verwendete er in diesem Zusammenhang zwei Begriffe, die den Ruf dieser Wissenschaftler zusätzlich massiv schädigen.
Wahr ist vielmehr, dass:
...............der rasche Umstieg auf erneuerbare Energieträger einen wichtigen Beitrag zur dauerhaften Sicherung von Wohlstand und Lebensqualität leistet, denn laut Stern Report kostet uns das Nichtstun fünf Mal mehr, als rasches Handeln.
...............das Ökostrompotential im Besonderen bei der Photovoltaik nicht einmal annähernd ausgeschöpft ist. Alleine das österreichweite Photovoltaikpotential beträgt laut IEA –Studie und österreichischer PV-Roadmap des BMVIT zirka ein Viertel des zu erwartenden Stromverbrauches im Jahr 2020. Global gesehen zeigen der IPCC Bericht, die Sarasin Studie und Studien des wissenschaftlichen Beirats der deutschen Bundesregierung das Potential der direkten Nutzung der Sonnenenergie. Danach werden weltweit bereits 2050 zirka ein Drittel und 2100 zwei Drittel der Energieproduktion aus direkter Sonnenenergie sein.
...............es alleine in Deutschland im Jahr 2006 214.000 Direktbeschäftigte im Bereich Erneuerbarer Energie gab. In Österreich sind es alleine im Bereich Photovoltaik aufgrund sehr hoher Exportanteile zur Zeit 1.500 Beschäftigte.
...............die deutschen Wissenschaftler, die an der Evaluierung des Deutschen EEG´s beteiligt waren, unter anderem weltweit anerkannte Wissenschaftler des Fraunhofer ISET Instituts sind.
Das weltweite Wachstum der Photovoltaikbranche beträgt zirka 40%. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen. In Deutschland, das geringere Strahlungsdaten als Österreich aufweist, ist bereits 1% Photovoltaikstrom im Netz, Tendenz stark steigend. Extreme Wachstumsmärkte sehen die Experten auch in den Schwellenländern.
Für Bernd Rumplmayr, den Präsidenten von Photovoltaic Austria ist nun klar, dass E-Control Chef Boltz politisch agiert. Etwas, das dem Chef einer Kontrollbehörde nicht zusteht. Rumplmayr weiter: „Boltz soll seinen Job wechseln und es in der Politik versuchen, dann wird er sehen welchen Anklang seine Politik der Unvernunft beim Wähler findet“. Rumplmayr abschließend: „Durch dieses Agieren wird Österreich um wirtschafts-, technologie- und beschäftigungspolitische Chancen gebracht und durch das Verfehlen von Klimazielen in seinem Ruf massiv geschädigt“.
| | (von nauschnegg am 07.10.2007) |
| Photovoltaik - Strategiewandel statt Klimawandel | >> mehr... |
 | | Österreichweit warten 100 km² Dachflächen auf ihre energetische Nutzung durch Photovoltaik. Mit diesen 100 km² können jährlich zirka 10 TWh Strom produziert werden. „Damit könnten bereits jetzt 14% des jährlichen österreichischen Stromverbrauchs von zirka 69 TWh gedeckt werden“, betont Photovoltaic Austria-Geschäftsführer Fallent. Dazu kommt, dass Photovoltaik im Betrieb völlig emissionsfrei, äußerst langlebig und wartungsarm ist. Photovoltaik ist daher bereits heute in der Lage aufgrund der hervorragenden Integrierbarkeit ohne zusätzlichen Landschaftsverbrauch einen wesentlichen Beitrag zum Klimawandel zu leisten. Fallent: „Unser Motto lautet daher „Strategiewandel statt Klimawandel“.“ International sind sich die Experten einig, dass ein rascher Strategiewandel zur Eindämmung des Klimawandels um ein Vielfaches billiger kommt als die Fortsetzung von „Business as usual“.
Das Ergebnis der neuerlichen Novellierung des Ökostromgesetzes wird zeigen, ob sich in Zukunft die Strategie oder das Klima wandeln wird. „Die bisher geführten Gespräche lassen vermuten, dass sich dieses Mal doch die Strategie wandelt und Klimaschutz eine Chance erhält“, gibt sich Fallent optimistisch.
| | (von admin am 30.08.2007) |
| Photovoltaik – Exporterfolg braucht Heimmarkt | >> mehr... | In vielen Branchen der österreichischen Wirtschaft gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Exporterfolg und funktionierendem Heimmarkt. „Unsere, in der Photovoltaikbranche tätigen, heimischen Unternehmen - darunter befinden sich auch Weltmarktführer - benötigen einen gesunden Heimmarkt, um so wie ihre Mitbewerber in anderen Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen optimal weiterentwickeln zu können.“, betont Photovoltaic Austria Geschäftsführer Gerhard Fallent. „Gerade im Bereich der Photovoltaik ist in den nächsten Jahren mit einer sehr dynamischen Technologie- und Produktentwicklung zu rechnen. Diese kann nur dann, wenn ein Heimmarkt vorhanden ist wettbewerbsfähig durchgeführt werden“, so Fallent weiter.
Die Erfahrungen zeigen, dass Unternehmen und Branchen, die über längere Zeiträume Exportquoten von 95 bis 100% haben, nach ihren Produkten und Dienstleistungen auch ihre Unternehmen in die Wachstumsmärkte exportieren. Dadurch gehen Know How, Wertschöpfung, Arbeitsplätze und vieles mehr verloren. Dem Export folgt dann der Import der mit unserem Geld Know How, Wertschöpfung und Arbeitsplätze außerhalb von Österreich schafft. Mit unserem Geld werden dann die Mitbewerber unserer verbleibenden Betriebe gestärkt. Besser wäre es, die Investition in ein ambitioniertes Ökostromgesetz zum Aufbau eines Heimmarktes als Voraussetzung für Exporterträge zu sehen. Diese werden dann voraussichtlich ein Vielfaches des Aufwandes betragen. Fallent: „Geschichte und Gegenwart lehren uns: Exporterfolg und funktionierender Heimmarkt sind unzertrennbare Zwillinge.“
„Unser Motto „Strategiewandel statt Klimawandel“ hat auch bei diesen wirtschaftlichen Fragestellungen seine Berechtigung. Denn nur wenn sich die Strategie wandelt, wird sich auch das wirtschaftliche Klima zum Besseren wandeln“, ist Fallent überzeugt. | | (von admin am 28.08.2007) |
| Photovoltaik schützt vor Hitzekollaps | >> mehr... |
 | | Die Hitzewellen der vergangenen Jahre zeigen, dass Atomkraftwerke gerade dann, wenn der Stromverbrauch – hervorgerufen durch den enormen Klimatisierungsbedarf - sehr groß ist, abgeschaltet oder auf Teillast betrieben werden müssen. Der Grund liegt darin, dass Atomkraftwerke nicht mehr ausreichend gekühlt werden können, da die Flüsse, die zur Kühlung dienen, überhitzen würden.
Photovoltaikanlagen produzieren gerade in dieser Zeit aufgrund des enormen Sonnenangebotes sehr viel Strom. Strom, der gerade dann zur Verfügung steht, wenn der Klimatisierungsaufwand am größten ist. Damit schützt Strom aus Photovoltaik vor Hitzekollaps und ersetzt sehr teuren Spitzenstrom.
„Photovoltaik ist zuverlässig wenn sich das Klima ändert und profitiert vom steigenden Sonnenangebot“ betont Photovoltaic Austria-Geschäftsführer Fallent.
„Es macht daher sehr viel Sinn schon heute auf emissionslose Energieproduktionstechnologien zu setzen, die auch bei geänderten Rahmenbedingungen über einen Energieträger verfügen“ hält Fallent abschließend fest.
| | (von nauschnegg am 21.07.2007) |
| Ökostromgesetzesnovelle als Chance für Photovoltaik | >> mehr... | Durch die 2006 verabschiedete Novelle zum Ökostromgesetz kam der heimische Photovoltaik-Markt beinahe zum Erliegen. Wurde im Jahr 2003 noch eine Leistung von 6 MWp installiert, so waren es 2006 nur mehr 1,5 MWp.
Dabei stellen die fehlende Investitions- und Planungssicherheit, bürokratische Hürden sowie eine unattraktive Tarifgestaltung die größten Hemmnisse für die PV-Marktentwicklung in Österreich dar.
Das Gesetz ist weder für die aufstrebende Wirtschaft im PV-Bereich noch für den Klimaschutz förderlich.
Das haben nun auch die verantwortlichen Entscheidungsträger erkannt und eine neuerliche Novellierung des Ökostromgesetzes für den kommenden Herbst angekündigt.
„Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung die Schwächen des bestehenden Gesetzes erkannt hat und mit dieser Novelle eine dynamische Marktentwicklung der Photovoltaik ermöglichen wird“, gibt sich Verbandspräsident Bernd Rumplmayr zuversichtlich.
Konkret fordert der Verband den Gesetzgeber auf, folgende Punkte bei der Novellierung des Gesetzes zu berücksichtigen:
1. Photovoltaik ist bei der Aufteilung der Gesamtfördermittel als eigenständige Position darzustellen.
2. Die jährlich für Photovoltaik zur Verfügung stehenden Mittel sind um den Faktor 10 zu erhöhen.
3. Die Kofinanzierungspflicht der Länder, die ausschließlich für Photovoltaik vorgesehen ist, ist zu streichen.
4. Der Förderzeitraum ist für Photovoltaikanlagen auf 20 Jahre auszudehnen.
5. Der Tarif für Anlagen über 10 kWp ist für 2007 auf € 0,36 zu erhöhen.
6. Die Anerkennung von Photovoltaikanlagen als Ökostromanlagen muss automatisch erfolgen.
| | (von nauschnegg am 21.07.2007) | |
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